

Im Zusammenhang mit dem jetzt bekannt gewordenen Fiasko beim Wertpapierkauf haben die Landtagsgrünen Konsequenzen für das Risikomanagement der Bank angemahnt. "Wenn tatsächlich ein Kaufauftrag über 100 Mio. Euro Aktien mit hohem Risikopotenzial durchgeführt werden konnte, dessen einzige Absicherung die schönen blauen Augen eines Ex-Jungunternehmers waren, dann ist nicht nur der Spott der Branche berechtigt, sondern es gibt auch allen Anlass zum Alarm", sagte der finanzpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein am Freitag (heute) in Hannover.
Das Risiko-Controlling der Bank sei diskreditiert und das Vertrauen erschüttert. Eine Korrektur sei nicht allein durch die Entlassung eines Mitarbeiters zu gewährleisten. Der Grünen-Politiker sieht auch Finanzminister Hartmut Möllring in seiner Aufsichtsplicht gefordert. Die Grünen kündigten an, eine Unterrichtung des Finanzausschusses im Landtag zu beantragen.
Die NordLB habe leichtfertig ihr positives Image zerstört. "Der Aufstieg zum grundsoliden Primus unter den Landesbanken war noch gar nicht richtig abgeschlossen, da ist er bereits wieder zu Ende"; sagte Klein. Darüber könne das Land als Anteilseigner nicht mit einem einfachen Bedauern wieder zur Tagesordnung übergehen.