

Die Landtagsgrünen haben das Verbot der Freisetzung gentechnisch manipulierter Zuckerrüben in Niedersachsen gefordert. Der beabsichtigte großflächige Anbau stehe im Widerspruch zum Schutz- und Vorsorgezweck des deutschen Gentechnikgesetzes, sagte der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein am Freitag in Hannover. Der Grünen-Politiker hat sich mit einer Einwendung an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft gewandt. "Ich lehne den Anbau bereits im Experimentierstadium ab. Das Auskreuzungsrisiko gefährdet den bundesweit bedeutendsten Zuckerrübenstandort Niedersachsen", begründete Klein seine Position.
Mit der Entwicklung und Verbreitung der 'Roundup-Rübe' der Firma Planta/KWS in Einbeck werde ein Risiko eingegangen, das ohne Nutzen sei, zumal es bereits Erfolg versprechende konventionelle Züchtungen herbizidresistenter Pflanzen gebe.
Der Grünen-Politiker hat die Landesregierung aufgefordert, sich "mit aller Konsequenz" für ein Verbot einzusetzen.
Klein: "Die Aussaat wird gravierende Folgen haben. Es muss verhindert werden, dass Niedersachsen gentechnikfreie Märkte und die Landwirte und Verbraucher die Wahlfreiheit verlieren."