Bundesratsentscheidung zu Käfighaltung ist tierschutzpolitischer Skandal - Landesregierung betreibt Politik für Käfigbauer statt für Verbraucher
Die Grünen im niedersächsischen Landtag kritisieren die heutige Bundesratsentscheidung zur Käfighaltung und begrüßen die Erklärung von Verbraucherschutzministerin Künast, diesen Beschluss nicht in Kraft zu setzen. "Dass die Mehrheit der Länder bereit war, das ab 2006 geltende Verbot der Käfighaltung aus der gültigen Verordnung zu streichen, ist ein tierschutzpolitischer Skandal", urteilt der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein.
Er wirft dem niedersächsischen Agrarminister vor, erheblichen Anteil an diesem verbraucherfeindlichen Vorgehen zu haben.
"Wenn der Beschluss Rechtskraft erlangt, verschafft er den niedersächsischen Hühnerbaronen die Chance ihre Legehennen noch viele Jahre in nicht artgerechten Käfigbatterien zu quälen", befürchtet Klein. Das sei weder im Interesse der Verbraucher noch im Interesse der bäuerlichen Landwirtschaft. Klein fordert Ehlen auf, endlich eine Politik von der Ladentheke aus zu machen und nicht aus den gut gepolsterten Sesseln der Käfigbauer und Pohlmänner.