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15. September 2005

Freisetzung von Seminis-Gensaat skandalös

Verzögert Landwirtschaftsminister Aufklärung und Information?

Mit harscher Kritik reagieren die Landtagsgrünen auf die heute (Donnerstag) bekanntgewordene ungenehmigte Freisetzung gentechnisch veränderter Zucchini-Pflanzen durch die in Niedersachsen ansässige Firma Seminis. "Die bewusste Missachtung des deutschen und europäischen Gentechnikrechts durch diese Firma aus dem Monsanto-Imperium ist skandalös und unverantwortlich", sagte der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein.

Angesichts der Häufung dieser Vergehen vermuten die Grünen inzwischen dahinter eine bewusste Strategie der Gentechnikindustrie, den Menschen diese Technik gegen ihren Willen aufzuzwingen.

Klein fragt aber auch nach der Verantwortung der Behörden in dieser Angelegenheit: "Obwohl man davon ausgehen muss, dass diese Pflanzen rechtswidrig nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch in Niedersachsen ausgesät wurden, gibt es bisher keine Information der

Öffentlichkeit durch die Niedersächsische Landesregierung. Wenn hier, vielleicht unter dem Eindruck des Wahltermins, verschleiert und verzögert wurde, hätte sich Landwirtschaftsminister Ehlen zum Mittäter in dieser Verfehlung gemacht."

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