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Die Landtagsgrünen haben kritisiert, dass der kommerzielle Anbau von Genmais bundesweit freigegeben wurde, obwohl noch keine Ergebnisse aus dem vorjährigen Versuchsanbau der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig vorliegen. Wie die Landesregierung jetzt auf eine Anfrage des agrarpolitischen Sprechers Hans-Jürgen Klein mitgeteilt hat, wird der Versuch der Braunschweiger Forschungsanstalt in diesem Jahr noch weitergeführt. Der Auftrag dieser Grundlagenforschung ist die Gewinnung von Erkenntnissen über die Koexistenzmöglichkeiten von gentechnikfreien und gentechnisch veränderten Maispflanzen.
"Bislang kann kein wissenschaftlicher Nachweis erbracht werden, dass die unbeschadete Existenz gentechnikfreier Landwirtschaft bei Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen möglich ist", sagte der Grünen-Politiker. Trotzdem werde dem kommerziellen Anbau von Genmais Tür und Tor geöffnet. Glücklicherweise habe in Niedersachsen kein einziger Landwirt von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, wie man dem Standortregister entnehmen könne.
"Wir fordern die Landesregierung auf, Bundesminister Seehofer zur Einsicht zu bringen und die Zulassung der rechtlich ohnehin sehr umstrittenen Genmaissorten MON810 zurückzunehmen, so lange die wissenschaftlichen Ergebnisse für die Sicherheit gentechnikfreier Landwirtschaft und damit gentechnikfreier Lebensmittel nicht vorliegen", sagte Klein.